RITA&DAMIAN

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“Rausch:Bolero”

THE STORY BEHIND

SYNOPSIS / ÜBERBLICK

Man hat ihn die Hymne des 20. Jahrhunderts genannt: „Boléro“, von Maurice Ravel. Dessen hypnotische Kraft aus dem Wechselspiel der Widersprüche unserer Moderne kommt. Mechanik, Zufall, Obsession, Freiheit.

Rita Aozane Bilibo & Damian Gmür nehmen Ravels Konflikt zwischen Rhythmus und Melodie als Ausgangspunkt: die Bühne wird zur eisernen Fabrik der Menschheit, wo Kollektiv und Individuum, Identität und Auflösung, Fremdes und Eigenes voneinander angezogen und abgestoßen werden wie durch die Gezeiten. Die Vorzeit der Zivilisation wird zur dekonstruierten Ouvertüre des Boléro, in dem final die unvereinbaren Extreme unserer Zeit zum intensiven Miteinander gelangen.

Choreographie: Rita Aozane Bilibio & Damian Gmür  
Dramaturgie: NN
Stage Light: NN, Andreas Schmidt, 
Srage Set: Esther Bätschmann
Costume Design: Nora Gromer
Musik, Sound: Maurice Ravel, Fabian Schulz

Dancers: 16

"LICHT: IO"

REVIEW / PRESSESTIMMEN

” (…) Die Bühne ist ein Hingucker: viel raffiniertes Licht, dominiert von einem schwebenden Beleuchtungsgeviert, viel Bühnennebel und Auftritte durch einen tiefen Spalt im Hintergrund. Anfangs wird vor dem Eisernen Vorhang Nietzsche zitiert, später schleppt ein nackter Tänzer sein Klamottenbündel mit dem Rücken zum Publikum mit quälend langsamen Schritten, bis er buchstäblich zum Erliegen kommt. Die Tänzer*innen – zunächst in expressiven Duos und Trios – atmen förmlich den nervösen Geist der zwanziger Jahre. Es ist die Gleichzeitigkeit der Gegensätze, an denen sich die Choreografie förmlich abarbeitet; das ganze Bühnengeschehen im Blick zu halten, fast unmöglich. 

Nach einem abrupten Stopp erklingt er dann doch, der Original-Bolero, und natürlich ist das ein choreografischer Fall für einen Gruppen-Auftritt voll geballtem Pathos, in denen Einzelne von der geballten Energie quasi aus den Unisono-Formationen geschleudert werden. Große Gesten, verzerrte Mimik, stumme Schreie, extreme Bewegungen, aber auch Momente der Euphorie: Die Kraft dieser Musik hat die ganze Welt erobert, und das soll man hier zu spüren bekommen. – Die ungewöhnliche zeitgenössische Auseinandersetzung mit einem Tanz-Klassiker wurde in der zweiten Vorstellung freundlich aufgenommen, die Pforzheimer Tänzer*innen gebührend beklatscht.

Tanznetz – Isabelle von Neumann-Cosel (14.01.2024)

“Heroes”

Who are the heroes of today? 80 dance enthusiastic people attack the stage of the Staatstheater Braunschweig.

LICHT: “io”

The principle of cause and effect is explored through the body, seen in a striking new light, and turned on its head.